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Ladeinfrastruktur in Gefahr: Was Ladeleichen für Betreiber einer Elektroflotte bedeuten

Wer eine Elektroflotte betreibt oder plant, steht vor einer zentralen Frage: Wie lässt sich eine Infrastruktur aufbauen, die zuverlässig, leistungsstark und zukunftsfähig ist? Die Realität zeigt: Viele frühe Installationen scheiterten an technischen Entwicklungen, fehlender Modernisierung oder Betreiberinsolvenzen – und wurden zu „Ladeleichen“. Gerade jetzt ist strategisches Vorgehen entscheidend. ATU und Allego setzen daher auf moderne, leistungsstarke Ladepunkte an bereits rund 115 Standorten. Doch bevor Sie selbst investieren, sollten Sie wissen, welche Herausforderungen die größten Stolpersteine sind – und wie Sie diese von Anfang an vermeiden.


 




 

Woher Ladeleichen kommen und was die Ladesäule der Zukunft braucht

Eine Ladeleiche bezeichnet eine Ladesäule, die ihrer Funktion als Ladepunkt nicht mehr gerecht wird. Solche Ladesäulen sind oft defekt, technologisch veraltet oder schlichtweg nicht mehr benutzbar. Der desolate Zustand einer Ladeleiche kann verschiedene Gründe haben.



 




 

Insolvenzen: Wenn Firmen fallen, bleiben Säulen still

Seit die Politik die Mobilitätswende ausgerufen hat, drängen zahlreiche Unternehmen in den wachsenden Markt der Elektromobilität – vom innovativen Start-up bis hin zum etablierten Player. Doch nicht alle hielten dem Konkurrenzdruck und den hohen Investitionskosten stand. Einige mussten bereits Insolvenz anmelden. Zu ihnen zählt auch der frühe Marktakteur „Tritium“: Seine inzwischen stillgelegten, teils verfallenen Ladesäulen säumen heute mancherorts die Straßen und erinnern als Relikte an die Anfangsphase der E-Mobilität. Der Wegfall insolventer Betreiber hat zudem spürbare Folgen für die Infrastruktur: Ohne Wartung und technische Betreuung fallen die betroffenen Ladestationen häufiger aus, was die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des gesamten Ladenetzes weiter unter Druck setzt.



 




 

E-Auto Steckertypen und Inkompatibilität: Der Fluch der Vielfalt

Die Vielfalt der Steckertypen stellt ein großes Problem dar. Nicht jedes Ladekabel passt zu jedem Elektrofahrzeug, was zu Frustration führt und die Entstehung von Ladeleichen begünstigt. Die Lösung wäre die Einführung von europaweiten Standards, um das Laden standortunabhängig einfacher zu gestalten – diese Standards gibt es bislang aber nicht. Am weitesten verbreitet sind heute der Typ 2 und der CCS-Stecker. Der japanische Chademo-Anschluss wird mittlerweile als Auslaufmodell gehandelt. Der Typ 2 eignet sich vor allem für niedrigere Ladeleistungen bis 22 kW, für schnelleres Gleichstromladen ist ein CCS-Stecker nötig.



 




 

Batteriekapazität: Die Zukunft schreitet schneller voran als die Ladesäulen

Mit der schnellen technologischen Entwicklung in der Batteriekapazität stoßen ältere Ladesäulen an ihre Grenzen. Sie sind teilweise nicht leistungsstark genug, um die neuen Anforderungen zu erfüllen, was sie in kurzer Zeit obsolet macht. Fuhrparkbetreiber vor dem Umstieg sollten deshalb auf Ladesäulen achten, die nicht nur mit aktuellen Fahrzeugen kompatibel sind, sondern auch auf zukünftige Kapazitäten und Ladesysteme vorbereitet sind.



 




 

Fehlende Modernisierung: Kein laufender Austausch

Im Gegensatz zu Fahrzeugen findet bei Ladepunkten kein kontinuierlicher Austausch durch Kauf und Verkauf statt. Das hemmt die Modernisierung und kann dazu führen, dass veraltete Ladestationen nicht ersetzt werden und verfallen.



 




 

Weitere Herausforderungen: Standort, Wartung und Netzverfügbarkeit

Auch der Standort spielt eine entscheidende Rolle. Ladesäulen, die an schlecht zugänglichen oder wenig frequentierten Orten installiert werden, sind häufiger ungenutzt und unterliegen schnellerem Verfall. Hinzu kommt der Mangel an regelmäßiger Wartung und Updates, wodurch viele Ladenstationen für Elektroautos nicht betriebsfähig bleiben.



 




 

Was bedeutet eine schlechte Ladeinfrastruktur für Flottenbetreiber?

Für Flottenbetreiber ist eine unzureichende Ladeinfrastruktur mehr als nur ein Ärgernis – sie führt zu erheblichen Ausfallzeiten, erhöhten Betriebskosten und einem spürbaren Effizienzverlust. Wenn die E-Autos nicht schnell und zuverlässig geladen werden können, sinkt die Produktivität der gesamten Flotte. Um diese Herausforderungen zu meistern und die Ladefähigkeit zu sichern, sollten Flottenmanager proaktiv Maßnahmen ergreifen. Als starker Partner in Sachen E-Mobilität haben wir als ATU in einer Kooperation mit dem niederländischen Infrastrukturanbieter Allego zum aktuellen Zeitpunkt rund 115 ATU Standorte mit Ladesäulen ausgestattet, weitere sollen folgen. Einen Überblick über ATU Standorte mit Ladesäulen liefert der ATU Ladesäulenfinder. Damit wollen wir unseren Teil zum Ladenetzausbau beitragen und unseren Kunden einen weiteren Service bieten.



 




 

So stellen Sie die Ladefähigkeit Ihrer Flotte sicher

Moderne Technik: Investieren Sie in Ladesysteme, die den neuesten Standards entsprechen und für zukünftige Entwicklungen gerüstet sind. Modularität bei Ladesäulen ist von Vorteil, damit Bauteile bei Bedarf aktualisiert werden können.

High Power Charging (HPC): Setzen Sie auf HPC-Ladestationen mit einer Ladeleistung von etwa 300 kW. Dies ermöglicht eine schnelle Aufladung und minimiert Ausfallzeiten. Im Vergleich zu herkömmlichen Ladesäulen mit maximal 22 kW ist dies ein erheblicher Vorteil für den Betrieb Ihrer Flotte.

Notfall-Equipment: Bereiten Sie sich auf unerwartete Ladeprobleme vor, indem Sie Notfall-Ladegeräte und mobile Ladesysteme bereitstellen.

Regelmäßige Wartung: Führen Sie regelmäßige Inspektionen der Batterien und der Ladeinfrastruktur durch. Ein Wartungsservice wie der von ATU kann dabei unterstützen, die Funktionalität Ihrer Ladeinfrastruktur sicherzustellen.



 




 

Fazit

Die Elektromobilität bietet eine einzigartige Chance, die Zukunft Ihrer Flotten zu revolutionieren – doch das gelingt nur mit einer klugen Strategie und der passenden Infrastruktur. Eine solide Planung bedeutet, nicht nur auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren, sondern auch für kommende Entwicklungen gewappnet zu sein. Nutzen Sie die Lehren aus den Fehlern der Vergangenheit, und bereiten Sie Ihre Flotte jetzt auf die Mobilitätswende vor. Dabei können Sie sich auf ATU als Werkstattpartner und sein speziell für Elektromobilität geschultes Team verlassen. So bleiben Sie nicht nur zukunftssicher, sondern setzen auch neue Maßstäbe in Sachen Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.