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Reifenmanagement im Fuhrpark effizient steuern: Kosten, Prozesse, Verfügbarkeit

Reifenmanagement für Flottenfahrzeuge ist weit mehr als ein routinemäßiger Reifenwechsel im Frühjahr oder Herbst. Für Fuhrparkverantwortliche entscheidet ein professionell organisiertes Reifenmanagement maßgeblich über Kostenkontrolle, Fahrzeugverfügbarkeit und Sicherheit im täglichen Betrieb. Von der passenden Reifenauswahl über planbare Wechselprozesse bis hin zum nachhaltigen Reifenrecycling sorgt ein ganzheitlicher Ansatz für reibungslose Abläufe, minimiert Standzeiten und hält den Fuhrpark dauerhaft einsatzbereit. Übrigens: Für Fuhrparkbetreiber besteht eine gesetzliche Pflicht, Altreifen fachgerecht und dokumentierbar zu entsorgen. Wer diese Prozesse zentral organisiert und auf verlässliche Partner setzt, schafft Transparenz, senkt Betriebskosten und gewinnt wertvolle Planungssicherheit.

 




Reifenmanagement als wirtschaftlicher Faktor im Fuhrpark

Ein effizientes Reifenmanagement im Fuhrpark beginnt bei der richtigen Reifenauswahl für jedes einzelne Flottenfahrzeug. Unterschiedliche Fahrzeugtypen, Laufleistungen und Einsatzprofile stellen unterschiedliche Anforderungen an Bereifung und Wartung. Neben der reinen Verkehrssicherheit ist das professionelle Management von Reifen und Rädern daher ein entscheidender Hebel zur Senkung der Betriebskosten.



Struktur als das A und O für eine effiziente Flotte

Zu eben diesem zählen auch strukturierte Abläufe. Sie sorgen dafür, dass Ausfallzeiten im Tagesgeschäft reduziert werden und Fahrzeuge effizient genutzt werden können. Dazu gehören unter anderem die fachgerechte Einlagerung von Reifen und Rädern, dokumentierte Zustandsberichte der eingelagerten Reifen sowie eine transparente Kostenübersicht über notwendige Austauschmaßnahmen.

Damit Reifenwechsel, Reparaturen und Checks möglichst ohne lange Standzeiten erfolgen, ist eine flächendeckende und verlässliche Serviceinfrastruktur entscheidend. ATU unterstützt Fuhrparkbetreiber hier mit rund 530 Filialen bundesweit. Kurze Wege, schnelle Terminvergabe und standardisierte Prozesse reduzieren Fahrzeugausfälle im Tagesgeschäft deutlich. Einheitliche Konditionen, zentrale Rechnungslegung und klar definierte Abläufe entlasten zudem die Verwaltung. ATU unterstützt Flotten als Servicepartner bei der Terminplanung sowie bei wiederkehrenden Services wie dem saisonalen Reifenwechsel und bietet ein breites Reifensortiment – von der Eigenmarke Norauto über runderneuerte und recycelte Reifen bis hin zu Premiumherstellern. Flotten profitieren dabei von Kostensteuerung, von hoher Reifenverfügbarkeit und weniger Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und haben so Planungssicherheit und Kostenkontrolle.

 




Luftdruck, Profiltiefe und Reifenwechsel: entscheidend für Sicherheit und Effizienz

Ein professionelles Reifenmanagement im Fuhrpark umfasst mehr als nur den eigentlichen Wechseltermin. Entscheidend sind klare Prozesse, vorausschauende Planung und regelmäßige Kontrollen – denn Reifen beeinflussen nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch Betriebskosten und Fahrzeugverfügbarkeit.



Auf die vorausschauende Planung kommt es an

Beim Reifenwechsel im Fuhrpark gilt weiterhin die Faustregel „von O bis O – von Oktober bis Ostern“. Für Flottenmanager ist jedoch vor allem entscheidend, den saisonalen Reifenwechsel frühzeitig zu planen und organisatorisch abzusichern. Denn Engpässe entstehen häufig nicht erst in der Werkstatt, sondern bereits bei der Reifenbeschaffung oder durch knappe Terminkapazitäten während der Hochsaison.

Wer Reifen rechtzeitig disponiert, Wechselintervalle frühzeitig festlegt und (Online-)Termine früh vereinbart, reduziert Standzeiten und erleichtert die Einsatzplanung erheblich. Zusätzlich sollte die Nutzungsdauer im Blick bleiben: Winterreifen sollten idealerweise nicht länger als sechs Jahre genutzt werden, da die Gummimischung mit der Zeit verhärtet und die Haftung nachlassen kann.



Ausreichend Profiltiefe 

Ebenso relevant ist die Profiltiefe der Reifen. Neue Sommerreifen verfügen in der Regel über etwa acht Millimeter, Winterreifen über rund neun Millimeter Profil. Eine Ausnahme gibt es insbesondere bei Premiumreifen: Sie weisen ab Werk bewusst eine geringere Profiltiefe auf. Diese Bauweise reduziert Gewicht und Rollwiderstand und ermöglicht dennoch eine vergleichbare Laufleistung. Das heißt: Eine geringere Profiltiefe ist daher kein Qualitätsmangel, sondern eine technische Entscheidung.

Gesetzlich vorgeschrieben ist laut StVZO eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Für den sicheren Betrieb von Flottenfahrzeugen empfiehlt sich jedoch ein früherer Austausch: Sommerreifen bei etwa drei Millimetern, Winterreifen bei rund vier Millimetern. Die Profiltiefe wird im Rahmen jedes Reifenwechsels und jeder professionellen Wartung automatisch geprüft. Eine eigene Messung durch den Fuhrparkmanager ist daher in der Regel nicht erforderlich, insbesondere bei fest zugeordneten Firmenfahrzeugen. Die Messung erfolgt üblicherweise mit einem Profiltiefenmesser. Als grober Richtwert gilt auch die 1-Euro-Münze: Verschwindet der goldene Rand vollständig im Profil, ist die Profiltiefe noch ausreichend.



Richtiger Reifendruck

Ein ebenso zentraler Bestandteil eines wirksamen Reifenmanagements für Flottenfahrzeuge ist der richtige Reifenluftdruck, auch, wenn die regelmäßige Kontrolle in der Praxis durch die Fahrer selbst erfolgt. Fachleute empfehlen eine monatliche Prüfung, idealerweise am kalten Reifen und vor Fahrtantritt. Aufgabe des Fuhrparkmanagements ist es, hierfür klare Vorgaben zu definieren, die Fahrer entsprechend zu sensibilisieren und das Thema kontinuierlich zu kommunizieren. Denn ein zu geringer Luftdruck beeinträchtigt die Bodenhaftung, erhöht den Reifenverschleiß, steigert das Unfallrisiko und führt gleichzeitig zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Informationen zum optimalen Reifendruck finden sich in der Betriebsanleitung, im Türrahmen oder an der Tankklappe. Durch klare Prozesse, Schulungen und regelmäßige Hinweise kann der Fuhrparkmanager zwar nicht selbst den Luftdruck kontrollieren, aber entscheidend dazu beitragen, Effizienz und Sicherheit im Fuhrpark nachhaltig zu verbessern.



Ganzjahresreifen als Alternative

Eine Alternative zur saisonalen Bereifung können Ganzjahresreifen sein, die jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll sind. Zwar entfällt der halbjährliche Reifenwechsel, aus Werkstattsicht gehen Ganzjahresreifen jedoch mit mehreren Nachteilen einher: Der Abrieb ist höher, insbesondere bei höheren Laufleistungen und überwiegendem Autobahnbetrieb, was zu kürzeren Standzeiten führt. Zudem erreichen Ganzjahresreifen weder die optimale Sommerperformance bei hohen Temperaturen noch die Traktion und Bremsleistung von Winterreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen. Entscheidend ist daher das Einsatzprofil der Flotte: Fahrzeuge mit moderaten Jahreskilometerleistungen, überwiegend innerstädtischem Einsatz und Fahrten in Regionen mit mildem Winterklima können von Ganzjahresreifen profitieren. Für Vielfahrer, Transporter, schwere Fahrzeuge oder Flotten mit regelmäßigem Einsatz in Regionen mit ausgeprägten Winterbedingungen sind saisonale Reifen aus Sicherheits-, Verschleiß- und Wirtschaftlichkeitsgründen in der Regel die bessere Wahl.     

 



 

Nachhaltigkeit: ein zentraler Faktor im Reifenmanagement

Ein ganzheitliches Reifenmanagement im Fuhrpark endet nicht mit dem Austausch abgefahrener Reifen. Gerade die fachgerechte Entsorgung und Wiederverwertung von Altreifen ist ein zentraler Hebel für nachhaltige Flottenprozesse. Sie trägt dazu bei, wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten, Abfallmengen zu reduzieren und den Einsatz von Primärmaterialien zu senken. Gleichzeitig sind Fuhrparkbetreiber gesetzlich verpflichtet, Altreifen ordnungsgemäß und nachvollziehbar zu entsorgen – ein Punkt, der im Kontext von ESG-Berichtspflichten zunehmend an Bedeutung gewinnt.



Reifenrecycling über Estato

ATU Flottenlösungen unterstützt Flottenkunden eben dabei mit einer vollständig integrierten und umweltgerechten Recyclinglösung. Die Entsorgung der Altreifen erfolgt im Rahmen der Werkstattprozesse und wird zuverlässig dokumentiert. Als strategischer Recyclingpartner übernimmt die Estato Umweltservice GmbH die gesamte Werkstattentsorgung aller ATU Filialen. Estato verarbeitet die Altreifen mechanisch und gewinnt daraus verwertbare Materialien wie Gummigranulat, Stahl und Textilfasern. Das recycelte Gummigranulat findet anschließend unter anderem im Straßenbau, auf Spielplätzen oder in Sportanlagen Verwendung.



Über 900 Tonnen CO2-Einsparung im letzten Geschäftsjahr

Der Nutzen dieses Ansatzes ist messbar: Im Geschäftsjahr 2024/2025 wurden über ATU Flottenlösungen mehr als 150.000 Reifen mit einem Gesamtgewicht von rund 1.300 Tonnen fachgerecht recycelt. Dadurch konnten etwa 900 Tonnen CO₂ vermieden werden. Für Flottenbetreiber bedeutet das nicht nur einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch transparente, belastbare Nachhaltigkeitskennzahlen für Reporting und Compliance.

 




Fazit

Ein professionelles Reifenmanagement ist ein zentraler Baustein für einen wirtschaftlichen, sicheren und nachhaltigen Fuhrpark. Strukturierte Prozesse senken Kosten, reduzieren Standzeiten und sichern die Fahrzeugverfügbarkeit. Mit bundesweiter Serviceabdeckung, klaren Abläufen und integrierter Recyclinglösung unterstützt ATU Flottenlösungen Fuhrparkmanager dabei, den gesamten Reifenlebenszyklus effizient und zukunftssicher zu steuern. Servicetermine lassen sich dabei bequem online vereinbaren.