Mit Beginn der Ferienzeit startet auch die Reisesaison – und viele Dienstwagen sind mit dabei. Für Fuhrparkmanager stellt sich dabei eine zentrale Frage: Unter welchen Bedingungen darf der Firmenwagen privat im Urlaub genutzt werden und wie lassen sich Risiken für Unternehmen und Fahrer minimieren?
Laut einer Statistik von FLOTTE.de erlauben 95,3 Prozent der Arbeitgeber die private Nutzung von Dienstwagen. Urlaubsfahrten sind damit längst Alltag – bringen aber auch zusätzliche Herausforderungen mit sich. Denn gerade im Ausland können Unfälle, Bußgelder oder Diebstähle schnell zu komplexen Haftungs- und Versicherungsfragen führen.
Klare Regeln schaffen Sicherheit
Um Risiken zu vermeiden, ist eine klare und transparente Regelung unerlässlich. Besonders wichtig ist eine schriftliche Genehmigung für private Auslandsfahrten. Idealerweise erfolgt diese über einen standardisierten Freigabeprozess, der sowohl den Fahrer als auch die erlaubten Länder berücksichtigt.
Genauso entscheidend ist die Kommunikation: Mitarbeitende sollten genau wissen, was erlaubt ist – und was nicht. So lassen sich Missverständnisse im Ernstfall vermeiden.
Die Car Policy als zentrale Grundlage
Eine gut strukturierte Car Policy bildet die Basis für rechtssichere und effiziente Prozesse im Fuhrpark. Sie sollte unter anderem folgende Punkte eindeutig regeln:
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In welchen Ländern private Fahrten erlaubt sind
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Wer das Fahrzeug fahren darf
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Ob und welche Kilometergrenzen gelten
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Wie Versicherungsschutz und Haftung geregelt sind
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Welche Meldefristen und Dokumentationspflichten bestehen
Auch ein klarer Hinweis darauf, dass Bußgelder und Bearbeitungsgebühren nicht übernommen werden, gehört unbedingt dazu.
Richtig handeln im Ernstfall
Kommt es im Ausland zu einem Unfall, ist eine lückenlose Dokumentation entscheidend. Fotos vom Schaden sowie vollständige Informationen zum Unfallhergang helfen, die Regulierung zu beschleunigen und unnötige Kosten zu vermeiden. Empfehlenswert ist es daher, den Europäischen Unfallbericht stets im Fahrzeug mitzuführen.
Bei einem Diebstahl zählt vor allem eines: schnelles und strukturiertes Handeln. Nur so können Versicherungsschutz und interne Prozesse reibungslos greifen.
Technischer Check vor der Abreise
Neben organisatorischen Maßnahmen spielt auch der Fahrzeugzustand eine wichtige Rolle. Ein technischer Check vor der Urlaubsfahrt kann helfen, Risiken deutlich zu reduzieren.
ATU unterstützt Fuhrparkmanager dabei mit umfassenden Fahrzeugchecks, bei denen unter anderem folgende Komponenten geprüft werden:
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Bremsen
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Reifen
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Batterie
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Beleuchtung
So lässt sich sicherstellen, dass das Fahrzeug auch auf längeren Strecken zuverlässig funktioniert.
Fazit: Vorbereitung minimiert Risiken
Die private Nutzung des Dienstwagens im Urlaub ist in vielen Unternehmen erlaubt – erfordert jedoch klare Rahmenbedingungen. Ob Unfall, Bußgeld oder Diebstahl: Entscheidend sind eine eindeutige Car Policy, transparente Genehmigungen und ein passender Versicherungsschutz.
Wer seine Prozesse klar definiert und Mitarbeitende entsprechend vorbereitet, schützt nicht nur die Fahrer, sondern auch den gesamten Fuhrpark.


